Notaranderkonto

Das Notaranderkonto ist ein sogenanntes Treuhänderkonto, welches dem Geldtransfer bei einem Immobilienkauf dient.

Ein Notaranderkonto ist wahrscheinlich die sicherste Form der Kaufpreisabwicklung. Der Notar überweist das Geld nur dann an den Verkäufer der Immobilie, wenn er sicherstellt, dass der Käufer als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen wird. Wenn der Eigentümer seine Immobilie in München verkaufen möchte, ist er immer daran interessiert, dass die Immobilie erst nach Zahlung des vollen Kaufpreises an den Käufer übertragen wird. Andererseits ist der Käufer tatsächlich sehr daran interessiert, Eigentümer der Immobilie zu werden, wenn der Kaufpreis bezahlt wird. Da das Eigentum durch die Rechte Dritter eingeschränkt wird, ist diese Situation häufig schwieriger, sodass die Belastung durch den Kaufpreis erstattet werden muss. Genauer gesagt, um das Risiko einer Vorauszahlung zu vermeiden. Im einfachsten Fall zahlt der Käufer der Immobilie den Kaufpreis direkt an den Verkäufer. Dies kann ohne Risiko erfolgen, wenn der verantwortliche Notar die Löschungsbewilligung aller Gläubiger in das Grundbuch eingetragen hat und der Verkäufer das Eigentum auch ohne Hypothek übertragen kann. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass eine Auflassungsvormerkung im Namen des Käufers eingetragen wird und die entsprechenden Grundstückskosten in der vereinbarten Prioritätsreihenfolge zur Finanzierung des Kaufpreises in das Grundbuch eingetragen werden können. Nur dann kann der Notar den Kaufpreis bestimmen. Ein Notaranderkontos ist damit hinfällig. 
 
Nach Artikel 57 der "BeurkG" ist ein Notaranderkontos nur in Betracht zu ziehen, wenn ein berechtigtes Interesse an Sicherung besteht. Es reicht nicht aus, wenn die Parteien den Wunsch für ein Notaranderkonto äußern.


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