Modernisierung (Wohnungseigentümergemeinschaft)

Modernisierungen sind Maßnahmen, die den Gebrauchswert einer Wohnungseigentumsanlage nachhaltig erhöhen sowie die allgemeinen Wohnverhältnisse langfristig verbessern können

Die Modernisierung ist eine Maßnahme, die den Gesamtnutzungswert von Wohnungen kontinuierlich steigern, langfristig die allgemeinen Lebensbedingungen verbessern oder zu einer nachhaltigen Energie- oder Wassereinsparung führen kann (Nr. 559, 555b, Abschnitt 1, 3-6 BGB). Wenn Sie vorhaben, Ihre Immobilie in München zu verkaufen, kann es vorteilhaft sein, die Wohnung zu modernisieren und damit die Verkaufschancen zu erhöhen. Wohnungseigentümer können natürlich jede Art von Modernisierung in ihrem Privateigentum durchführen. Wenn jedoch öffentliches Eigentum betroffen ist, hängt es natürlich von der Entscheidung des Wohnungsbesitzerverbandes ab. Wenn von der Vereinigung der Wohnungseigentümer mit doppelter Mehrheit entschieden wird, kann die Immobilie ohne Reparaturen modernisiert werden. In diesem Fall bedeutet eine doppelte qualifizierte Mehrheit, dass Wohnungseigentümer über Modernisierungsmaßnahmen entscheiden müssen und drei Viertel aller Wohnungseigentümer stimmberechtigt sind. Einzelne Hausbesitzer haben jedoch kein Recht auf Modernisierung. Modernisierungsmaßnahmen müssen immer von reinen Wartungs- und Reparaturmaßnahmen unterschieden werden, die mit einfacher Mehrheit festgelegt werden können. Reine Modernisierung muss auch von modernen Reparaturen differenziert werden. Wenn ein spezifischer oder vorhersehbarer Wartungsbedarf besteht, kann dies auch mit einfacher Mehrheit entschieden werden. Typische Modernisierungsmaßnahmen sind beispielsweise der Ersatz von einfach verglasten Fenstern durch hohle Glasfenster. Wenn es andererseits eine bestimmte Reparaturanforderung gibt - alle Fensterscheiben sind altersbedingt undicht -, handelt es sich um eine moderne Reparatur.


Weitere Begriffe:

<< Miteigentumsanteil (WEG) Nießbrauch und Nießbrauchrecht >>

Zurück zur Übersicht