Herstellungskosten

Die Herstellungskosten sind Kosten, die bei der Bebauung des Grundstücks anfallen

Unter Herstellungskosten sind Kosten zu verstehen, die durch die Bebauung des Grundstücks entstehen (HGB-Artikel 255 Absatz 3 Absatz 1), beispielsweise die Kosten für Handwerker. Sie umfassen auch alle Kosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Bau oder wirtschaftlich in Zusammenhang mit dem Bau stehen. Die Kosten des Architekten, die Bauinspektionsgebühren wie auch die Reisekosten zur Baustelle, auf der die Immobilie gebaut wird, sind Teil der zusätzlichen Baukosten und können auch in den Herstellungskosten enthalten sein. Alle weiteren Kosten (z. B. Immobilienkaufpreis, Notargebühren, Grundbuchkosten, Maklerprovisionen oder Finanzierungskosten) werden zu den Anschaffungskosten hinzuaddiert. Es ist zu beachten, dass Grund und Boden nicht abzugsfähig sind. Diese gilt es vom Kaufpreis der Immobilie abzuziehen. Wenn nachträgliche Reparatur-, Modernisierungs- oder Renovierungskosten innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf der Immobilie anfallen, werden diese Kosten ebenfalls in die Herstellungskosten einbezogen. Hierbei ist allerdings vorauszusetzen, dass die Nettokosten dieser Maßnahmen die Anschaffungskosten der Immobilie nicht überschreiten. Wenn der Eigentümer in die Immobilie investiert, um sie größer oder besser zu machen, erhöht sich die Bemessungsgrundlage der Abschreibungen. Immobilien wie auch Gebäude werden in der Regel länger als 50 Jahre abgeschrieben. Die Anschaffungs- und Produktionskosten können dabei langfristig abgeschrieben werden. Beim Kauf eines bereits bebauten Grundstücks müssen die Anschaffungskosten für das Grundstück und die der Immobilie getrennt betrachtet werden.


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