Gewährleistungsschluss (Kaufvertrag)

Der Gewährleistungsschluss setzt beim Kaufvertrag voraus, dass die Immobilie vom Käufer (ggf. mit Sachverständigem) gründlich begutachtet wurde

Beim Kauf einer Immobilie wir der Gewährleistungsschluss normalerweise so formuliert: "Gekauft wie gesehen". Der Gewährleistungsschluss berücksichtigt jedoch die Garantie aus Sicht des Verkäufers. Das bedeutet, dass offensichtliche Mängel von der Gewährleistung ausgeschlossen werden können. Die offensichtlichen Mängel sind diejenigen, die Käufer mit gesundem Menschenverstand möglicherweise erkannt haben. Auch ohne die Unterstützung von Experten ist eine gründliche Begutachtung des Käufers immer Voraussetzung. Es liegt daher in der Verantwortung des Käufers, das Eigentum auf offensichtliche Mängel zu überprüfen. Daher trägt der Käufer ebenfalls das Risiko. Im Gegensatz zu offensichtlichen Mängeln kann der Gewährleistungsschluss versteckte Mängel nicht ausschließen. Dies schließt die Unfähigkeit ein, die Mängel des Käufers auch nach einer umfassenden und eingehenden Bewertung zu entdecken sowie die Konsequenz, dass die Gewährleistung nicht anwendbar ist. Auch wenn der Verkäufer einen oder mehrere Sachmängel zurückgehalten hat und der Käufer dadurch unter betrügerischer Falschdarstellung leidet, gilt der Ausschluss der Gewährleistung nicht. Wenn der Verkäufer Informationen vor dem Käufer absichtlich verbirgt, handelt es sich um einen versteckten Mangel und somit um Betrug. In der Praxis entstehen häufig Problematiken, da die Abgrenzungen zwischen offensichtlichen wie auch versteckten Mängeln, häufig nicht oder nur schwer nachzuweisen sind.


Weitere Begriffe:

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